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„Die Mannschaft verspricht viel für die Zukunft“

FV Engers: Interview mit Coach Sascha Watzlawik über den bisherigen Saisonverlauf – Ziel: „Über dem Strich bleiben“

Vor der Saison gab es den großen Generationswechsel beim FV Engers. Nach 23 Spielen überwintern die neu formierten „Jungs vom Wasserturm“ nun mit 33 Punkten auf Platz 8 der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Klingt nach sicherem Mittelfeld, doch aufgrund der geplanten Verkleinerung der Liga und der aktuellen Situation in der Regionalliga Südwest ist der Abstand auf die Abstiegsplätze gering. Wir sprachen mit Trainer Sascha Watzlawik über seine Einschätzungen.

Wie zufrieden bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Insgesamt nicht unzufrieden. Das wichtigste Ziel ist in diesem Jahr ganz klar, nicht auf die Abstiegsplätze zu rutschen. Und das ist uns bislang nicht passiert. Wir stehen über dem Strich. Trotzdem hatte die Saison Höhen und Tiefen. Man hat schon gemerkt, dass wir nach diesem großen Umbruch noch ein bisschen Zeit brauchen. Aber man hat auch gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Wenn sie sich fokussiert und zu 100 Prozent an das Maximum kommt, hat sie sehr, sehr viel Punch. Es ist eine Mannschaft, die sehr viel für die Zukunft verspricht. Und gerade über die jungen Spieler, die aus unteren Klassen gekommen sind und jetzt ihre Entwicklung machen, freue ich mich sehr.

Was war weniger gut?

Manche Ergebnisse. Das Pokal-Aus hat mich sehr geärgert. Auch zwei, drei Saisonspiele, insbesondere die Derbys gegen Rot-Weiß, waren nicht gut. Da war es phasenweise zu einfach, gegen uns Tore zu schießen. Aber alles in allem, habe ich viel Gutes gesehen. Wir haben eine neue Mannschaft. Da muss man von seiner Grundhaltung ein wenig abkommen, dass wir gleich oben mitspielen. Es ist eine schwierige Liga in dieser Saison. Das sieht man auch an den Ergebniskrisen unserer Gegner. Bei uns kam außerdem ein ziemliches Verletzungspech hinzu, besonders in der Defensive. Unser Kapitän Thilo Kraemer ist genauso länger ausgefallen wie Chris Meinert. Yasin Yaman war zweimal verletzt. Ich konnte praktisch keine zwei Spiele in Folge mit der gleichen Innenverteidigung spielen lassen. Hinzu kam der Ausfall von Torwart Safet Husic.

Wo siehst Du die positivsten Veränderungen?

Ganz klar bei unseren jüngeren Neuzugängen, die aus der Rheinlandliga zu uns gekommen sind. An erster Stelle ist hier Yasin Yaman zu nennen, den vorher keiner auf der Uhr hatte. Er hat sich unheimlich stark weiterentwickelt. Das gilt aber auch für Gabriel Müller. Enrico Rößler ist zum Ende hin immer stärker geworden. Ein weiterer Super-Neuzugang ist Rückkehrer Hasan Kesikci. Mit den Jungs sind wir wirklich super zufrieden. Louis Klapperich war zunächst leider noch schwer verletzt, kam dann aber auch immer besser ein. Dass sich ein Neuzugang wie Jannik Stoffels, der ja ein Leader werden sollte, direkt so schwer verletzt, war natürlich eine ziemliche Kröte, die wir schlucken mussten. Auch der Ausfall unseres Torwarts war schwer. Da hatten wir Glück, dass wir auf die letzte Rille noch Stefan Djordjevic zurückbekommen konnten. Er hat ein Jahr lang kein Fußball mehr gespielt und es dafür wirklich sehr, sehr gut gemacht.

Welche Spieler aus dem letztjährigen Kader vermisst Du?

Eigentlich keinen, weil wir alles in der Mannschaft haben. Aber natürlich denkt man gerade in den Spielen, in denen es eng ist oder nicht so gut läuft, dass man dann gern noch mal einen Yannik Finkenbusch oder einen Lukas Klappert reinwerfen würde. Jungs, die voran gehen, die ein Spiel sortieren, positiv bleiben und den jungen Spielern helfen. Wir haben solche Typen auch jetzt in der Mannschaft. Aber für die älteren Spieler ist es noch ein wenig die Herausforderung, den nächsten Schritt zu machen und in diese Rolle hineinzuwachsen.

Was nehmt Ihr Euch für den Rest der Saison vor?

Wir wollen noch mehr Stabilität in der Abwehr. Wir haben für mich zu viele Gegentore bekommen. Wer mich kennt weiß: Ich bin nicht der 6:5-Typ, sondern eher der 1:0-Typ. Mir ist es wichtig, dass wir aus einer guten Ordnung, einer guten Struktur spielen. Speziell im letzten Drittel müssen wir es manchmal noch besser wegverteidigen. In der Offensive haben wir dagegen wirklich an Qualität gewonnen. Wir haben ja auch sehr viele Tore geschossen. Wir brauchen noch ein bisschen mehr Kontinuität in unser Spiel. Nicht diese Phasen, in denen wir ein bisschen abtauchen. Wir wollen noch mehr Dominanz über 90 Minuten hinbekommen. Alles weitere wird sich entwickeln. Das Ziel ist dabei ganz klar, dass wir am Ende über dem Strich stehen. Ob auf Platz 11, 8. oder 5 ist am Ende egal. Hauptsache, wir spielen nächstes Jahr wieder Oberliga. Im Pokal sind wir ja leider raus. Wir müssen das Jahr daher als Lernjahr sehen und die Mannschaft weiterentwickeln. Wir sind auch schon in guten Gesprächen, dass wir die Jungs halten.

Das erste Heimspiel nach der Winterpause findet für den FV Engers am 24. Februar statt. Dann treffen die „Jungs vom Wasserturm“ um 14 Uhr auf den FV Diefflen.

Ulf Steffenfauseweh

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